Frontfolien

Frontfolien (auch Dekorfolien, Designfolien oder Coverfolien) bilden die oberste Ebene, d.h. die Außenhaut oder das Aushängeschild, einer Folientastatur oder Frontblende. Gerade hier sind die optischen Gestaltungsmöglichkeiten so zahlreich dass fast allen individuellen Wünschen nachgekommen werden kann. Frontfolien basieren grundsätzlich auf einer klaren Polyesterfolie (PET) und können standardmäßig in Stärken zwischen 150µm und 280µm eingesetzt werden. Um die Reflektion und Fingerabdrücke zu minimieren (Anti-Fingerprint) sind die Folien mit einer strukturierten Oberfläche ausgestattet (Fein- oder Grobstruktur verfügbar). Wenn für das Design ein Hochglanzoptik gewünscht wird, kommen stark glänzende Folien (hochglänzend oder leicht entspiegelt bzw. Anti-Glare) zum Einsatz. Zusätzlich können die Folien partiell mit einer matten Struktur oder einem klaren Fensterlack bedruckt werden um Fensterausschnitte für Displays bzw. Touchscreens oder besondere optische und haptische Effekte zu ermöglichen. Die zusätzliche Struktur kann entweder UV- oder für besonders anspruchsvolle Fälle Stickstoff-getrocknet sein.

Frontfolien

Bedruckung

Die graphische Bedruckung gibt Ihrer Frontfolie die größten individuellen Gestaltungs- und Differenzierungsmöglichkeiten. Über die Farbauswahl, Logo-Platzierung, Benutzerführung etc. können Sie schon vor der ersten Benutzung den wichtigen ersten Eindruck zu Ihren Gunsten gestallten. Technisch kann die Bedruckung über Sieb- bzw. Digitaldruck oder einer Kombination beider Möglichkeiten (Hybriddruck) erfolgen.

Siebdruck

Der Siebdruck ist das Ältere der beiden Druckverfahren und somit entsprechend ausgereift. Hier erzielen Sie die besten Ergebnisse im Bereich Farbbrillianz und -genauigkeit, Wiederholbarkeit sowie Haltbarkeit.
Um sich mit Ihrem Unternehmen bzw. Ihrem Produkt optisch hervorzuheben, stehen Ihnen spezielle Farblasuren, Verschwinde-Effekte, Klarlacke, Nachtdesigns sowie weitere Effekte (z.B. Metallic) zur Verfügung. Die Siebdruckfarben werden rückseitig auf die Folie aufgetragen und somit sind diese vor äußerlichen Beschädigungen oder anderen Umwelteinflüssen, wie z.B. Reinigungs-, Schmier- oder Desinfektionsmitteln, geschützt.

Frontfolien Siebdruck

Digitaldruck

Der Digitaldruck ist ein Verfahren dass sich wachsender Beliebtheit erfreut. Der große technische Vorteil besteht in der Möglichkeit auch komplexe Farbverläufe ohne Mehraufwand drucken zu können (im Siebdruck ist dies nur über aufwendigen und fehleranfälligen Rasterdruck möglich).
Der Digitaldruck ist vor allem bei Mustern und Kleinserien die schnellere und meist kostengünstigere Variante da die Kosten für die Film- und Sieberstellung entfallen. Im Gegenzug ist die Farbgenauigkeit und –wiederholbarkeit nicht mit der Qualität des Siebdruck zu vergleichen.

Frontfolien Digitaldruck

Sieb- und Digitaldruck kombiniert – Hybriddruck

Die Drucktechnik in der mehrere Druckverfahren vereint wurden nennt sich Hybriddruck. Der Hybriddruck muss eine Kombination aus mindestens zwei verschiedenen Druckverfahren sein (z.B. Sieb/Digitaldruck). Durch die Kombination der beiden Verfahren, Sieb- und Digitaldruck werden die Vorteile beider Welten erhalten. So kann zum Beispiel das vielfarbige grafische Layout im Digitaldruck erstellt werden und für die Beleuchtung eine LED-Lasur sowie eine opake Lichtsperren-Schicht im Siebdruck ergänzt werden. Der Hybriddruck eignet sich vor allem für den mit Mattglanz-Effekten veredelten Druck.

Frontfolien Hybriddruck

Prägung

Bei einer Folienprägung wird die Folie unter Wärmeeinwirkung mittels eines Matrize- und Patrize-Werkzeuges dauerhaft verformt. Die Prägung dient dabei als Hilfe zur Fingerführung (somit ein wichtiges Merkmal für die Haptik) und verringert den Kraftaufwand beim Schalten einer Kurzhubtaste oder einer Schnappscheibe.
Durch das Hervor- oder Zurückstehen der geprägten Stelle wird auch das das optische Erscheinungsbild der Folienoberfläche beeinflusst. Dies kann z.B. dafür genutzt werden um unvermeidbare Unebenheiten unterhalb der Folie zu kaschieren oder zusätzlichen Platz für Bauteile (z.B. größere LEDs oder Sensoren) zu schaffen.

Frontfolien geprägt

Es gibt verschiedene Varianten eine Folie zu prägen.

Die gängigste Methode ist die Hochprägung, sie wird hauptsächlich in Kombination mit Metallschnappscheiben verwendet. Wie der Name erahnen lässt wird hier die gesamte Tastenfläche erhöht.

Eine andere gängige Prägevariante ist die Randhochprägung. Bei diesem Prägeverfahren wird umlaufend nur der Rand einer Taste hochgeprägt.

Eine Alternative zu den beiden aufgezählten Varianten ist die Domprägung. Bei dieser Prägevariante ist die Taste domförmig aufgebaut. Sie wird in der Regel ohne Schnappscheiben, nur mit einem aufgedruckten Leitsilberpunkt auf der Folienrückseite, ausgeführt. Die Geometrie mit der besten Taktilität ist ein runder Dom (Kreisfläche als Grundfläche), in gewissem Maße sind aber auch andere Geometrien umsetzbar.

Frontfolien geprägt

Frontfolien ungeprägt

Eine Frontfolie muss allerdings nicht zwangsläufig geprägt werden. Auch bei ungeprägten Frontfolien kann mit einer Metallschnappscheibe eine Taste realisiert werden, die Haptik und Taktilität wird aber durch eine Prägung merklich verbessert.

Gedruckte Tastendome

Eine weitere Möglichkeit das Tast- und Schaltgefühl positiv zu beeinflussen ist die Ergänzung mittels PU (Polyurethen)-Domen. Dabei werden vorderseitig auf die Tasten kleine Dome aus PU gedruckt welche nach der Aushärtung den Eindruck einer „harten“ Taste hinterlassen. Hierbei ist aber zu beachten das durch den vorderseitigen Druck die chemische und mechanische Beständigkeit verringert wird.

Frontfolien ungeprägt

Im Gegensatz dazu ist bei kapazitiven Tasten eine Prägung überhaupt nicht notwendig da es hier nicht zu einer mechanischen Bewegung kommt.

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